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LinkedIn oder Xing? Wer übernimmt die DACH-Region? – 5 Dinge, die du unbedingt wissen musst.

Lange Zeit galt Xing als Markt Leader der Netzwerk Plattformen im deutschen Raum. Als Social-Media-Expertin beschäftige ich mich schon seit über 9 Jahren mit Sozialen Netzwerken für Recruiter und Unternehmer und habe ein paar Beobachtungen gemacht, die den Meisten entgehen.

Sei also sicher den Text von Anfang bis Ende zu lesen, wenn du “den Wechsel”, der sich gerade bei Xing und LinkedIn entwickelt, verstehen möchtest.

Du wirst ausserdem genau erklärt bekommen, was die beiden Sozialen Netzwerke unterscheidet und bekommst noch 3 Bonus Tipps, in denen du erfährst, wie du deine Erfolgschance auf LinkedIn und Xing erhöhst.


Ein kurzer Vergleich in Zahlen

In der DACH-Region, also im deutschsprachigen Raum, ist Xing der grosse Markt-Leader für Business-Networking. Gegründet wurde die Plattform 2003 in Hamburg. Das ist auch der Grund, wieso sich Xing von Anfang an in Deutschland durchgesetzt hat. Wer ein Experte ist und im Business etwas zu sagen hat, sagt es auf Xing. Angesehene Firmen die diese Art von Experten suchen, suchen sie auf Xing.

LinkedIn dagegen ist eine internationale Plattform, die aber für genau den gleichen Service genutzt wird: Expertenpositionierung, Mitarbeitersuche, Werbung für Firmen und deren Mitarbeiter. Executives sind hoch angesehen und haben sehr viele Fans auf der LinkedIn. Wer also international einen Experten sucht, finden den auf LinkedIn.

Ende Dezember 2018 hatte Xing 13 Millionen Mitglieder im ganzen deutschsprachigen Raum, wobei es grade mal 1 Million in der Schweiz waren. Auf LinkedIn waren es im der ganzen DACH-Region 11 Millionen User, davon bereits 1,6 Millionen Mitglieder in der Schweiz.

Es ist also zu erkennen, dass in den deutschsprachigen Ländern LinkedIn noch etwas hinterherhinkt. 


Was ist der Hauptunterschied zwischen LinkedIn und Xing?

Noch immer ist Xing im deutschsprachigen Raum, besonders in Deutschland, die Hauptplattform, auf der Recruiter und Headhunter nach Angestellten für Firmen suchen. Wer in der DACH-Region von HR Consultans für eine bestimmte Stelle als Manager gefunden werden will, ist auf Xing registriert, um seine Chancen zu steigern.

Der ganz grosse Unterschied der beiden Netzwerk-Plattformen ist somit das internationale Umfeld, in dem sich mehr und mehr deutschsprachige Angestellte aufhalten. Viele Firmen haben bereits weltweit ihre Büros verteilt, wo sie Angestellte beschäftigen. So liegt es auf der Hand, dass die Mitarbeiter solcher Firmen eher auf LinkedIn zu finden sind, dem grössten weltweiten Business-Netzwerk. LinkedIn verfügt über eine halbe Milliarde Mitglieder in mehr als 200 Länder, wo man Angestellte für internationale Firmen suchen und finden kann.

Ein weiterer grosser Unterschied ist, dass man auf Xing Tickets für Events verkaufen kann. Das geht auf LinkedIn (noch?) nicht. Dies somit sehr oft das Hauptargument, wieso viele auf Xing bleiben.  


Was ist also besser LinkedIn oder Xing?

Es kommt wahrscheinlich ganz drauf an, wen man fragt. Beide Plattformen haben ihre Vor- und Nachteile. Optisch macht es kaum einen Unterschied, beide Plattformen sind schön und übersichtlich aufgebaut.

Für viele Deutschsprachige ist Xing nach wie vor die Nummer eins. Wenn jemand aber international tätig ist, ist der Favorit ganz klar LinkedIn. Denn ein Mitarbeiter aus der USA oder aus Indien würde sich nicht auf Xing registrieren. Das geht schon von der Sprachbarriere her nicht.

Seit 2012 benutzt LinkedIn ähnliches Layout wie Facebook. Es gibt einen Haupt-Feed, die Möglichkeit zu Posten und zu Liken und Nachrichten zu verschicken. Doch ist die Plattform nicht mit Facebook zu verwechseln, des geht um Business und um Prfessionalität. Im Vergleich zu LinkedIn ist Xing noch immer relativ einfach aufgebaut.

LinkedIn hat auch seit 2017 für die DACH-Region einen Funktion, die es Mitgliedern erlaubt, berufsbezogen sich von anderen beraten zu lassen und sogar mit Mentoren zusammen zu arbeiten, die eine ähnliche Ausbildung absolviert haben, über die gleichen Fähigkeiten verfügen oder über längere Zeit in einer ähnlichen Branche tätig waren.


Erliegt Xing dem gleichen Schicksal wie StudiVZ?

Es gibt schon seit langer Zeit Gerüchte, dass Xing sich nicht mehr länger halten kann. Doch die Plattform ist noch immer der Markt-Leader in Deutschland. In Österreich hingegen wurde Xing von LinkedIn überholt und in der Schweiz sind die Mitgliederzahlen von LinkedIn gegenüber Xing bereits doppelt so hoch.

In Deutschland ist mit Facebook 2006 etwas ähnlich passiert. Erst eine kaum erfolgreiche Plattform, da StudiVZ den deutschen Markt dominierte. Doch mehr und mehr wurden die Leute auf Facebook aufmerksam, da die User dieser Social-Media-Plattform international waren, wo hingegen StudiVZ nur für Deutschland galt. 

Facebook bot sogar den Inhabern von StudiVZ an, die Plattform zu übernehmen und in ihr Netzwerk zu integrieren, doch das wollte StudiVZ nicht. Sie waren sich sicher, ihre Seite würde nicht von Facebook eingeholt werden. Es stellte sich heraus, dass dies ein grosser Fehler war. Mehr und mehr Mitglieder von StudiVZ sprangen ab und wechselten zu Facebook, einer Social-Media-Plattform die in Deutschland täglich wächst und mittlerweile die grösste aller Social-Media-Kanäle ist. Grundsätzlich war Facebook das Gleiche wie StudiVZ, nur mit Facebook konnte man sich nicht nur mit Deutschen User verknüpfen, sondern weltweit, was für die meisten der grösste und interessanteste Aspekt war. So kam es, dass im Jahre 2013 StudiVZ offline genommen wurde, während Facebook zu 25 Millionen Mitgliedern in Deutschland angestiegen war.


Bedeutet dies das Ende von Xing?

LinkedIn geht es also wie Facebook. Sie wachsen in der DACH-Region nicht nur durch ihre Popularität, sondern auch durch die tieferen Kosten für Premium-Mitglieder. 

In der heutigen Globalisierung ist LinkedIn für Firmen und Angestellte ganz klar das stärkere Netzwerk. Man denkt und handelt nicht nur noch national, sondern global, denn international ist das Netzwerk einfach grösser. Es gibt mehr Möglichkeiten für einen Stellenwechsel, zu Business-Deals und zum Netzwerken. 

LinkedIn verfügt des Weiteren auch über powervolle integrierte Tools wie den Sales Navigator, um das Netzwerk noch einfacher zu erweitern. Das ist eine Art Suchfunktion, mit der Käufer und Verkäufer anhand von Kriterien (Keywords) suchen und anschliessend sich vernetzen.

Allgemein arbeitet LinkedIn wie Google mit Keywords, was bei Xing nicht der Fall ist. Das heisst, wenn man auf LinkedIn sein Profil mit richtigen Keywords optimiert und auf sich aufmerksam machen, ist es noch einfacher mehr Leads und Reichweite zu generieren.

Was aber beide Netzwerk-Plattformen anbieten ist die Möglichkeit, Anzeigen zu schalten. Da LinkedIn aber mit Unterseiten arbeitet ist die Klick-Rate auf LinkedIn wesentlich höher als auf Xing. Zum Beispiel eine Unternehmensseite auf Xing mit mehr als 1000 Follower erhält die gleiche Anzahl Klicks wie ein Unternehmen auf LinkedIn mit nur knapp 250 Followern. 

Und was sehr interessant ist zu weissen: LinkedIn hat ein sechssprachiges Team in Deutschland, das nur für die DACH-Region zuständig ist, um diesen Markt zu stärken. Sie beaufsichtigen auch regelmässig die Influencer, welche regelmässig auf ihrer Seite posten. 

Auch wenn Xing sich nur auf den deutschsprachigen Markt konzentriert, es gibt für Europa keinen weiteren Markt-Leader im Bereich Social Selling. Doch wie schon weiter oben erwähnt, Österreich und die Schweiz sind von LinkedIn bereits eingeholt. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis dies auch in Deutschland der Fall ist. Ich persönlich glaube, LinkedIn wird die DACH-Region bald komplett übernehmen.


Fazit

Für welche Netzwerk-Plattform man sich entscheidet, ist ganz individuell. Je nachdem ist es empfehlenswert, auf beiden Plattformen registriert zu sein. Wer aber ausschliesslich zum Netzwerken ein Profil aufgesetzt hat und bereits über ein weltweites Netzwerk verfügt, der konzentriert sich besser auf LinkedIn. Diese Plattform ist enorm im Vormarsch und baut sich immer weiter aus, da mehr und mehr globale Firmen und Nicht-Deutschsprachige Angestellte sich in der DACH-Region niederlassen.

Was denken meine Leser? Ich würde gerne wissen, welche Netzwerk-Plattform eurer Meinung den deutschsprachigen Raum übernimmt.

Wenn du auf LinkedIn oder Xing bist ist es auf jeden Fall wichtig, die Plattform richtig zu nutzen. Mit diesen 3 Tipps erhöhst du deine Erfolgschancen deutlich.


3 Tipps, um auf LinkedIn und Xing die Erfolgschancen zu erhöhen

  1. Stelle sicher, dass du ein ansprechendes Profilbild von dir hast, auf dem man dich gut sieht und du freundlich in die Kamera schaust.
  2. Überprüfe, ob du wirklich alles ausgefüllt hast, was es zum Ausfüllen gibt: Berufserfahrungen, Zertifikate, Skills usw.
  3. Mach dich sichtbar: Poste, kommentiere, like usw.

Gerne kannst du auch meinen kostenlosen 5-tägigen LinkedIn Mini Kurs durcharbeiten, in dem du noch mehr über das Social Selling Tool erfährst: www.janainavonmoos.com/linkedin

Wenn du LinkedIn richtig nutzen willst, um noch mehr Kunden für dein Beratungs- oder Coaching-Business zu gewinnen, kannst du hier ein kostenloses 30-minütiges Beratungsgespräch mit mir buchen, in dem ich mit dir genau anschaue, welche Strategie du brauchst, um jeden Monat 10 – 20 Leads auf organische Weise über LinkedIn zu gewinnen.

4 Comments

  1. Margrith

    Liebe Janaina
    Gratuliere dir zu deinem ersten Blogg. ❤ Du hast super toll geschrieben. Der Unterschied ist total klar rausgekommen.
    Ich bin eigentlich seit dem Anfang auf Xing registriert, sogar als Premium Kunde. Habe ihn aber in den letzten Jahren nicht mehr so benutzt. Habe schon oft daran gedacht die Premium Mitgliedschaft zu kündigen und nach deinem Vergleich liegt das noch mehr auf der Hand.
    Und dann geht es Step by Step an den Aufbau der social media Portals.
    Danke für deine sehr guten Kontents mit soviel Mehrwert dass es eine Unterlassungssünde wäre sie nicht zu lesen auch wenn ich sie nicht sofort umsetzen.
    ❤️💯🔥🙋‍♀️😍

    • Janaina

      Liebe Margrith
      Vielen Dank für dein tolles Feedback! Es freut mich sehr, dass du einen Mehrwert daraus ziehen konntest. Und schön, wenn ich dir deine Entscheidung “abnehmen” konnte.😉
      Herzlich
      Janaina

    • Janaina

      Lieber Harald
      Premium empfehle ich grundsätuzlich nur, wenn wenn du ein Headhunter bist. Für alles andere genügt die kostenlose Version völlig aus. Du kannst ja für dein Unternehmen eine Unternehmerseite einrichten.
      Herzlich
      Janaina

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